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Profile in der Domäne Grundschutz++ ​

Ein Profil enthält vorbereitete Objekte, die Sie in eine Unit übernehmen und an Ihre Institution anpassen können. Für die Domäne Grundschutz++ steht das Profil Grundschutz++-Profil zur Verfügung. Es zeigt an einem vollständig modellierten Beispiel, wie die Anforderungen des Katalogs auf einen Informationsverbund und seine Zielobjekte modelliert werden.

Grundschutz++-Profil ​

Das Profil enthält folgende Objekte:

ObjektSubtypAnzahl
Anforderungen des KatalogsAnforderung1.000
Zielobjektkategorien und Sammelkategorien des KatalogsZielobjektkategorie52
InformationsverbundInformationsverbund1
Beispiel-ZielobjekteZielobjekt39

Die Anforderungen und Kategorien entsprechen dem Anforderungskatalog der Domäne. Die elementaren Gefährdungen sind nicht enthalten.

Informationsverbund ​

Auf dem Informationsverbund sind alle Anforderungen ohne Zielobjektbezug modelliert (siehe Verbundweite Anforderungen):

  • die Kategorie Verbundweite Anforderungen mit den Anforderungen der Methodik-Praktiken GC, STM, UMS, PERF, VRB und RISK
  • die zwölf Führungsprozesse (Architektur, Berechtigungsmanagement, Beschaffung, Detektion, Entwicklung, Informations- und Asset-Management, Konfigurationsmanagement, Notfallmanagement, Personal, Sensibilisierung und Schulung, Sicherheitsvorfallsbehandlung, Änderungen und Tests)

Im Objektumfeld des Informationsverbunds finden Sie damit 377 Einträge: 364 Anforderungen und je einen Eintrag für die 13 modellierten Kategorien. Alle 39 Beispiel-Zielobjekte sind Mitglieder des Informationsverbunds.

Beschreibung des Informationsverbunds

Die Beschreibung des Informationsverbunds im Profil nennt nur die Methodik-Praktiken. Modelliert sind darüber hinaus die zwölf Führungsprozesse mit den Anforderungen der organisatorischen und technischen Praktiken ohne Zielobjektkategorie.

Beispiel-Zielobjekte ​

Für jede der 39 Zielobjektkategorien enthält das Profil ein gleichnamiges Beispiel-Zielobjekt. Jedes Zielobjekt ist nur mit seiner eigenen Zielobjektkategorie modelliert und trägt damit alle Anforderungen der Kategorie einschließlich der Anforderungen aus den übergeordneten Kategorien (siehe Vererbung). Neben den Anforderungen enthält die Liste je einen Eintrag für die modellierte Kategorie selbst.

Die Zielobjekte sind entlang der Hierarchie der Zielobjektkategorien als Teile ineinander gegliedert: Unter den sieben Wurzelobjekten Anwendungen, Einkäufe, Informationen, IT-Systeme, Netze, Nutzende und Standorte liegen die Zielobjekte der untergeordneten Kategorien.

ZielobjektTeil vonEinträge
Anwendungen–82
› DateiserverAnwendungen85
› DNS-ServerAnwendungen87
› FaxeAnwendungen85
› Interpersonelle KommunikationAnwendungen92
› › E-MailInterpersonelle Kommunikation106
› Office-AnwendungenAnwendungen84
› TK-AnwendungenAnwendungen91
› › VK-AnwendungenTK-Anwendungen96
› VerzeichnisdiensteAnwendungen85
› VirtualisierungslösungenAnwendungen86
› WebbrowserAnwendungen96
› WebserverAnwendungen88
› › WebanwendungenWebserver92
Einkäufe–40
› DienstleistungenEinkäufe71
› › OutsourcingDienstleistungen100
› › › Cloud-DiensteOutsourcing109
› IT-ProdukteEinkäufe54
Informationen–6
› DatenInformationen37
IT-Systeme–94
› EndgeräteIT-Systeme109
› HostsystemeIT-Systeme103
Netze–35
› Externe NetzanschlüsseNetze51
› Interne NetzsegmenteNetze38
› › WLANsInterne Netzsegmente42
Nutzende–82
› MitarbeitendeNutzende93
› › AdministrierendeMitarbeitende102
› › FührungskräfteMitarbeitende95
› › › InstitutionsleitungFührungskräfte96
Standorte–60
› GebäudeStandorte62
› RäumeStandorte66
› › DatenträgerarchivRäume68
› › Räume für technische InfrastrukturRäume69
› › › ServerräumeRäume für technische Infrastruktur73

Die Spalte Einträge nennt die Anzahl der Einträge im Objektumfeld des Zielobjekts: die Anforderungen der Kategorie und den Eintrag für die Kategorie selbst. Das Zielobjekt „Webanwendungen“ enthält z.B. 92 Einträge – die 91 Anforderungen der Kategorie „Webanwendungen“ und die Kategorie selbst.

Profil anwenden ​

Sie können das Profil aus der Unitverwaltung heraus beim Erstellen einer neuen Unit anwenden oder auf eine bereits bestehende Unit anwenden (siehe Anforderungspaket aus Profil).

Das Anwenden eines Profiles fügt einer bestehenden Unit eine Vielzahl zusätzlicher Objekte hinzu! Wir empfehlen die Anwendung in einer neuen Unit zu prüfen.

Profil anpassen ​

Gehen Sie nach dem Anwenden entlang der Prozessschritte vor, um das Beispiel an Ihre Institution anzupassen:

  1. Erhebung und Planung: Legen Sie Institution, Anwendungsbereich und Geschäftsprozesse an (Erhebung und Planung) und stellen Sie den Schutzbedarf der Geschäftsprozesse fest.
  2. Informationsverbund und Assets: Passen Sie Name und Beschreibung des Informationsverbunds an. Benennen Sie die Beispiel-Zielobjekte nach Ihren Assets um, kopieren Sie sie für weitere gleichartige Assets und löschen Sie Zielobjekte, für die es in Ihrer Institution kein Asset gibt (Informationsverbund und Assets). Prüfen Sie dabei die Zuordnung zu den Zielobjektkategorien und verknüpfen Sie die Zielobjekte mit den Geschäftsprozessen.
  3. Anforderungspaket: Ergänzen Sie bei Bedarf eigene Anforderungen und treffen Sie die Gestaltungsentscheidungen (Anforderungspaket erstellen).
  4. Realisierung: Ermitteln Sie den Umsetzungsstatus aller Anforderungen, die im Profil auf unbekannt stehen.
  5. Risikobetrachtung: Wenden Sie die elementaren Gefährdungen aus dem Katalog an und führen Sie die Risikobetrachtung durch, wo sie gefordert ist.